Systhema - Jahrgang 2022

Systhema - Heft 1 - 2022

Systhema - Heft 1 - 2022

VORWORT

Andreas Klink
S. 4-6


Themenschwerpunkt: „Und so wollen wir leben?!“ –
Interdisziplinäres Forum des IF Weinheim

Originalbeiträge

Kübra Gümüsay:
Und so wollen wir leben?!
Impulsvortrag zum interdisziplinären Forum des IF Weinheim

S. 7-10

Zusammenfassung

In diesem Beitrag beschäftigt sich die Autorin mit Möglichkeiten und Räumen, wie wir uns schon jetzt mit Ideen und Utopien zu einer wünschenswerten Zukunft beschäftigen können. Dabei setzt sie sich beispielsweise mit der Frage auseinander, wie wir eine rassismuskritische und geschlechtergerechte Gesellschaft werden.

Abstract

In this article, the author looks at possibilities and spaces where we can already engage with ideas and utopias for a desirable future. For example, she deals with the question of how we can become a society that is critical of racism and gender-just.

 

Julia Hoydis:
Zukunftskrisen erzählen – Was Literatur zur Klimawandelkommunikation beitragen kann

S. 11-18

Zusammenfassung

In diesem Beitrag beschäftigt sich die Autorin mit Fragen der Wirkung und Wirksamkeit von Literatur auf Einstellungs- und Verhaltensänderungen am Beispiel des Klimawandels. Sie stellt sich u. a. die Frage, ob man mit Büchern oder mit Geschichten die Welt retten kann und ob dazu allein die Vermittlung von Fakten oder das Auslösen von Emotionen wie Mitleid, Angst, Ablehnung ausreichen. Und sie regt dazu an, sich mit jenen Faktoren auseinanderzusetzen, die dazu beitragen, dass wir Literatur mehr Aufmerksamkeit schenken, die sich damit beschäftigt, wie wir meinen, heute nachhaltig leben zu wollen.

Abstract

In this article, the author deals with questions of the impact and effectiveness of literature on changes in attitudes and behaviour using the example of climate change. She asks herself, among other things, whether one can save the world with books or with stories and whether the mere communication of facts or the triggering of emotions such as pity, fear, rejection is sufficient for this. And she encourages us to look at the factors that contribute to our paying more attention to literature that deals with how we think we want to live sustainably today.

 

Valentin Thurn:
Träumer sind die Realisten

S. 19-25

Zusammenfassung

In diesem Beitrag beschäftigt sich der Autor anhand seiner Filmproduktionen „Taste the Waste“ und „Träum weiter! Sehnsucht nach Veränderung“ mit der Frage, welche Impulse es braucht, um Veränderungen herbeizuführen und aufrechtzuerhalten. Er berichtet über erste Gedanken zu seinem neuen Filmprojekt, in dem es u.a. darum geht, dass Menschen sich heutzutage viel zu schnell abtrennen und separieren, anstatt sich als Teil eines großen Ganzen zu begreifen. Und plädiert für mehr kollektives Träumen und Kollaboration als Antwort auf die heutigen großen Fragen wie beispielsweise jene nach dem Klimawandel.

Abstract

In this article, the author describes his film productions „Taste the Waste“ and „Dream on! Longing for Change“ and deals with the question of what impulses are needed to bring about and sustain change. He reports on initial thoughts on his new film project, which is about, the fact that people nowadays separate and segregate themselves far too quickly instead of seeing themselves as part of a greater whole. And he pleads for more collective dreaming and collaboration as an answer to today‘s big questions, such as climate change.

 

Martina Dietrich:
Die Wirtschaft muss dem Gemeinwohl dienen
S. 26-29

Zusammenfassung

Der Beitrag beschäftigt sich mit dem Ansatz der Gemeinwohl-Ökonomie. Dabei handelt es sich um ein ethisches Wirtschaftsmodell, in dem Unternehmen und Organisationen gesellschaftlich akzeptierte und demokratisch vereinbarte Grundwerte umsetzen und zur Maxime ihres unternehmerischen Handelns machen. Anhand von Praxisbeispielen zeigt die Autorin auf, dass die Idee der Gemeinwohl-Ökonomie schon heute erfolgreich umgesetzt wird.

Abstract

This article deals with the approach of the common good economy, i.e. an ethical economic model in which companies and organisations implement socially accepted and democratically agreed basic values and make them the maxim of their business activities. Using practical examples, the author shows that the idea of the common good economy has already been successfully implemented.


Martin Streit:
Camera obscura

S. 30-35

Zusammenfassung

In diesem Beitrag berichtet der Autor über seine Arbeit mit der Camera obscura. Er beschreibt sowohl Eindrücke aus einer begehbaren Camera obscura als auch die Entwicklung von ­Bildern, die mit einer transportablen Camera obscura entstanden sind. Daraus ergeben sich Impulse für eine intensive Beschäftigung mit Farbe, Form, Licht, Raum, Zeit und Wahrnehmung.

Abstract

In this article, the author reports on his work with the camera obscura. He describes impressions from a walk-in camera obscura and the development of images created with a transportable camera obscura. Impulses for an intensive dealings with issues of colour, form, light, space, time and perception are given.

 

Anita Galuschek:
D-EinBlick/M-EinBlick-Comics als ein möglicher Zugang zum relationalen Selbst

S. 36-46

Zusammenfassung

In diesem Beitrag stellt die Autorin zunächst das Konzept des relationalen Selbst vor und ­beschreibt dann die Methode der D-EinBlick/M-EinBlick-Comics als einen möglichen methodischen Zugang zum relationalen Selbst. Sie präsentiert sowohl die Zielsetzung der Comics als auch ihre grundlegende Methodik. Zum Abschluss berichtet sie über die Anwendung der ­Methode im Rahmen von Workshops in unterschiedlichen Kontexten und gibt dabei einen tieferen Einblick in die vorgestellten und wahrgenommenen Inhalte der Comicgeschichten.

Abstract

In this article, the author first introduces the concept of the relational self and then describes a new method called “D-EinBlick/M-EinBlick-comics” as a possible methodological approach to the relational self. She presents both the objective of the comics and their basic methodology. Finally, she reports on the application of the method in workshops with participants from different contexts and gives a deeper insight into the presented and perceived contents of the comic stories.


Cornelia Hennecke:
So wollen wir in Zukunft (auch) tagen!?
Resümee zum interdisziplinären Forum des IF Weinheim aus der Perspektive
einer Tagesmoderatorin

S. 47-51

Impulse

Elsbeth Schliestedt:
Der Jenga©-Turm als systemisches Familienspiel

S. 52-57

Zusammenfassung

In dem Beitrag wird beschrieben, wie sich der Jenga©-Turm, ein bekanntes Geschicklichkeitsspiel, mit systemischen Methoden kombinieren lässt und darüber im Arbeitsfeld der ambu­lanten Familienhilfen einen gleichermaßen leichten wie anregenden Zugang zu familiären Systemen unterstützt. Dargestellt werden sowohl die Entwicklung und Umsetzung der Idee als auch die praktische Anwendung in unterschiedlichen Stadien einer Beratung. Der Beitrag schließt mit einer kurzen Reflexion des Einsatzes und einem Ausblick auf mögliche Ergänzungen und Variationen.

Abstract

The article describes how the Jenga© tower, a well-known game of skill, can be combined with systemic methods to support an easy and stimulating access to family systems. The development and implementation of the idea as well as the practical application in different stages of counselling are presented. The article concludes with a short reflection on the application and an outlook on possible additions and variations.


Christopher Klütmann:
Systemische Organisationsentwicklung im Fokus – Ein Praxisbeispiel

S. 58-73

Zusammenfassung

In diesem Beitrag berichtet der Autor über einen anderthalb Jahre umfassenden Organisationsentwicklungsprozess mit insgesamt 550 Mitarbeiter:innen aus den Abteilungen Vertrieb und Service in einem mittelständischen, produzierenden Unternehmen. Gegenstand des mehrschrittigen Entwicklungsprozesses war es u.a., Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit zu klären, Kommunikationsprozesse sichtbar zu machen und auf ihre Wirksamkeit hin zu über­prüfen sowie Strukturen und Schnittstellen zu analysieren.

Abstract

In this article, the author reports on a one-and-a-half-year organisational development process with a total of 550 employees from the sales and service departments in a medium-sized manufacturing company. The multi-step development process included clarifying the framework conditions for cooperation, making communication processes visible and checking their effectiveness, as well as analysing structures and interfaces.


Andreas Klink:
Zwei Jahre Pandemie: Erfahrungen aus einer ambulanten Jugendhilfeeinrichtung

S. 74-81

Zusammenfassung

In diesem Beitrag berichtet der Autor von seinen Erfahrungen als Leiter einer ambulanten ­Jugendhilfeeinrichtung während der Coronapandemie. Er beschreibt einige Faktoren, die sich während der letzten zwei Jahre als hilfreich und sinnvoll erwiesen haben, um die entbehrungs- und stressreiche Zeit der Pandemie auch als Erfahrungszeit sehen zu können.

Abstract

In this article, the author reports on his experiences as head of a youth welfare institution during the corona pandemic. He describes some factors that have proven helpful and meaningful during the last 2 years, so that the depriving and stressful time of the pandemic can also be seen as a time of experience.

 

REZENSIONEN

S. 82-92

Nachrichten

S. 93-96

TERMINE / VERANSTALTUNGEN

S. 97-99